Sportsucht

Sport ist doch gesund  - oder?

Wer Sport treibt ist gesund, so die allgemeine Meinung -  doch nicht immer trifft das zu. Mediziner empfehlen gesunden Menschen zwei  bis drei Mal pro Woche zwischen 30 und 60 Minuten Sport zu treiben, das ist gut für Körper und Geist. Es stärkt das Herz- Kreislauf - System und unsere Abwehrkräfte.  Doch was passiert, wenn jemand schon vor dem Frühstück 20 km gelaufen sein muss um sich gut zu fühlen und das jeden Tag.  Ist das normal?

Wenn der Betroffene kein Leistungssportler ist und auch keine Wettkampfambitionen hegt, so spricht man im Volksmund von Sportsucht bzw. Fitnesssucht.  Hierbei stellt das exzessive Sporttreiben eine ernsthafte psychische Erkrankung dar und diese darf nicht bagatellisiert werden.

Wie kann Sport süchtig machen?

Lange Zeit glaubte man, dass die vermehrte Ausschüttung der Glückshormone (Endorphine) bei Extrembelastung der Grund dafür ist warum eine Sportsucht entsteht  - Läufer nennen dieses Phänomen Runner`s High. Doch Forscher konnten diesen Zusammenhang nicht eindeutig beweisen.  Es scheint wohl eher so zu sein, dass der Sport genutzt wird um Alltagsproblemen zu entkommen. Während des Trainings konzentriert man sich nur auf das Hier und Jetzt  - der Körper und die eigene Leistung stehen im  Vordergrund und Stress und Alltagssorgen scheinen vergessen.  Diesen positiven, sorglosen Zustand strebt der Betroffene dann immer häufiger an und so entwickelt sich ein Suchtverhalten.

Sportsucht und Anorexie oft eng miteinander verbunden

Sport dient Menschen mit Essstörungen immer wieder als Kompensationsmassnahme. Die wenigen Kalorien die magersüchtige Personen zu sich nehmen, werden oft durch exzessiven Sport wieder verbrannt, somit sinkt das Gewicht weiter und das ist das Ziel. Auch von Bulimie betroffene Menschen nutzen Sport oft als Kompensation. 

Sportsucht und Essstörungen können also stark miteinander verknüpft sein.  Oft auch noch dadurch, dass sich Sportler sehr gerne selektiv  ernähren. Viel Eiweiss, wenig Kohlenhydrate, das dient dem Muskelaufbau und  formt den Körper. Ein solches selektives Essverhalten ist aber auch häufig zu Beginn einer Essstörung zu beobachten und sollte kritisch betrachtet werden.

Was tun bei Sportsucht?

Wenn Sport zum Problem wird, dann schauen Sie nicht weg. Nehmen Sie sich und Ihren Körper ernst und lassen Sie Hilfe zu. Es ist so wichtig, dass Sie ehrlich zu sich selbst sind und erkennen, hier komme ich alleine nicht weiter. Unsere Fachberaterin schaut mit Ihnen gerne genauer hin und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, damit Sport wieder einfach nur gut tut. Wir sind für Sie da:   beratung@aes.ch


Sportsucht: Aus den Medien

'Das Paradoxe war, dass ich gerne ass', Basler Zeitung, 5.9.2018
Lukas berichtet über seinen Weg in und aus der Essstörung - und wie die AES ihn dabei unterstützen konnte!

 

Mehr Training weniger Essen: Magersucht bei Sportlern

Magersüchtige Sportler, SRF, Puls vom 16.3.2015

 

Body-Tuning/Bodybuilding

Der von der ZüFAM erstellte Informationsflyer gibt Auskunft über die gesundheitlichen Risiken beim Konsum von Anabolika. Body-Tuning: Die Risiken

Herausgeber: ZüFAM, Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs

Stay natural

Die meisten Menschen finden einen sportlichen, gut trainierten Body schön und es ist auch gesund, seinen Körper mit Sport und ausgewogener Ernährung fit zu halten. Um den Weg zum «idealen Körper» zu unterstützen, wird eine Vielzahl von Substanzen angeboten, die angeblich Wunder wirken. Dieser Flyer soll dir dabei helfen, die Übersicht zu behalten und dich vor unerwünschten Nebenwirkungen zu schützen. Stay Natural

Herausgeber: Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich